Autohaus Scherhag

Besuch beim Autohaus Scherhag – Innovationen für die Mobilität

An einem Tag der Mobilität führt er viele Gespräche mit Experten um macht sich Gedanken über realistische Möglichkeiten einer Verkehrswende. „Vieles ist möglich“, so der Bundestagsabgeordnete. „Wir dürfen aber dabei nicht aus dem Blick verlieren, dass eine Verkehrswende immer auch finanzierbar sein muss“ sagt Oster und ergänzt zum Thema Auto: „In Städten wie Berlin kann man gut auf ein Auto verzichten. Aber in den ländlichen Regionen wie Eifel, Hunsrück, Taunus und Westerwald sind die Menschen auf ihr Auto angewiesen, um zu ihren Arbeitsplätzen zu gelangen. Es ist schlichtweg unmöglich flächig ein funktionierendes ÖPNV-Angebot hinzubekommen, das Hunderte von Dörfern bedient.“

Oster, selbst überzeugter Radfahrer, spricht sich für den konsequenten Ausbau von Radwegen aus, auch Fernrad-Verbindungen aus dem Umland ins Oberzentrum Koblenz hält er für Pendler und Touristen für sinnvoll. „Die technische Entwicklung der E-Bike und Pedelecs schreitet weiter voran, die Absatzzahlen sind ein Indiz dafür, dass das Fahrrad – übrigens auch ohne Motorunterstützung – eine wichtige Rolle in der Verkehrswende übernimmt.“
Der Bundestagsabgeordnete begrüßt ausdrücklich die Forschungen und erste Entwicklungen, die Lkw, Schiffe und Flugzeuge umweltfreundlicher machen. „Bei Autos sind wir schon deutlich weiter. Vor allem die Weiterentwicklungen der E-Mobilität stimmen mich zuversichtlich“, sagt Oster, als er sich zum Abschluss seines Mobilitätstags im Koblenzer Autohaus Scherhag über die neuste Generation der „Stromer“ informiert. Nicht nur die deutlich gestiegene Reichweite von rund 500 Kilometer pro Ladung stimmt Oster positiv. „Wichtig ist auch, dass ich hier beispielsweise Volkswagen sehe, die bis zur Kundenauslieferung als Fahrzeug klimaneutral abgebildet werden. Dies ist mindestens so wichtig wie die stetige Verbesserung der Batterietechnologie“, stellt Oster fest.
Interessant auch die Frage, wie künftig der deutliche höhere Stromverbrauch garantiert werden soll. „Die Grünen machen es sich sehr einfach, wenn sie nach dem von der CDU beschlossenen Atomausstieg den Fahrplan der Union zum Kohleausstieg vorziehen wollen. Dies entzieht nicht nur ganzen Regionen die Lebensgrundlage, dies ist auch unrealistisch. Wir müssen doch dafür sorgen, dass immer und zu jeder Zeit Strom ausreichend verfügbar ist“, übt Oster Kritik an den Grünen. „Es ist klimapolitischer Unsinn, wenn wir Kohlestrom in Polen kaufen und Atomstrom in Frankreich.“

Im Gülser Autohaus Scherhag setzt man verstärkt auf Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach. „80.000 Kilowattstunden produzieren wir so“ sagt Chef Mark Scherhag. Und unsere parkenden E-Autos sind praktisch auch so etwas wie Speichergeräte.“ Ein Ansatz, der für Privathaushalte Vorbild sein könnte. „Wir wollen, dass auf möglichst vielen Dächern Photovoltaik-Anlagen gebaut werden. Mit dem dort gewonnen Strom könnten die Bürgerinnen und Bürger ihre E-Autos laden und auch überschüssigen Strom in den Batterien speichern“, sagt Oster. „Da ist sicherlich noch vieles möglich.“ Oster ist am Ende seines Mobilitätstags auch davon überzeugt, dass trotz der rasanten technischen Weiterentwicklung im Bereich der E-Mobilität die Forschung für klimaneutrale Antriebssysteme intensiviert werden sollte. „Ich denke da an Wasserstoff und synthetische Brennstoffe. Aber auch komplett andere Antriebssysteme sollte man nicht gänzlich ausschließen. Ich bin überzeugt, dass unsere Wissenschaftler und Ingenieure buchstäblich noch einiges bewegen werden“, sagt Josef Oster und dreht eine Runde mit fabrikneuen einem brandneuen VW ID.3.

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