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Null Toleranz bei Straftaten und konsequente Abschiebung

CDU-Bundestagskandidat Josef Oster im SchÀngel-Interview

Josef Oster aus dem Stadtteil GĂŒls will am 24. September als Nachfolger seines Parteikollegen Michael Fuchs in den Deutschen Bundestag gewĂ€hlt werden. Der 46-jĂ€hrige Direktkandidat der CDU – seit gut 15 Jahren BĂŒrgermeister der Verbandsgemeinde Bad Ems – ist ein Mann, der die NĂ€he zu den Menschen sucht. „Ich möchte immer wissen, was meine Mitmenschen bewegt. Zuhören und verstehen und danach entsprechend handeln ist meine Vorstellung von Politik“, sagt Oster im Interview mit Redaktionsleiter Ralf Helfenstein.

SchĂ€ngel: Sie sind zurzeit ja fast pausenlos auf Karnevalsveranstaltungen zu sehen. Ist dies fĂŒr Sie eine lĂ€stige Wahlkampfpflicht?

Josef Oster: Aber nein! Karneval liegt in unserer Region doch fast allen Menschen im Blut. Ich bin zwar kein aktiver Karnevalist, aber in der fĂŒnften Jahreszeit stĂŒrze ich mich Jahr fĂŒr Jahr ins nĂ€rrische Treiben. Ich bin immer begeistert, mit wie viel Herzblut und Leidenschaft die Ehrenamtlichen die Veranstaltungen auf die Beine stellen.

SchĂ€ngel: Am Aschermittwoch ist alles vorbei, dann beginnt wieder der normale Alltag: Welche politischen Themen sind fĂŒr Sie besonders wichtig?

Oster: ZunĂ€chst: FĂŒr mich sind politische Themen wichtig, die den Menschen wichtig sind. Und da bin ich ĂŒberzeugt, dass „Innere Sicherheit“ und eine „Wirtschaftspolitik“, die den Mittelstand stĂ€rkt und ArbeitsplĂ€tze schafft, PrioritĂ€t haben mĂŒssen. Nur in einer sicheren Region mit sicheren ArbeitsplĂ€tzen ist eine hohe LebensqualitĂ€t fĂŒr alle möglich.

SchĂ€ngel: In Folge der FlĂŒchtlingskrise haben viele Menschen teilweise heftige Kritik an der Bundesregierung geĂŒbt. Wie stehen Sie dazu?

Oster: Im Jahr 2016 wurden viele Fehler begangen. Unsere Erstaufnahmeeinrichtungen und auch die nachfolgenden Behörden waren auf die hohe Zahl ankommender FlĂŒchtlinge nicht vorbereitet. Das darf und wird so nicht wieder passieren, denn viele BĂŒrgerinnen und BĂŒrger haben durch das Chaos Vertrauen in die Politik verloren. Unsere Erstaufnahmeeinrichtungen mĂŒssen gewissenhaft und haargenau jeden Einzelnen prĂŒfen. ErfĂŒllt jemand die Kriterien nicht, kommt er nicht in unser Land. Außerdem setze ich mich fĂŒr eine konsequente Abschiebung von FlĂŒchtlingen und Asylbewerbern aus sicheren HerkunftslĂ€ndern ein. Damit kein MissverstĂ€ndnis entsteht: Menschen, die aus Kriegsgebieten und Diktaturen flĂŒchten, haben ein Recht auf Aufnahme, zumindest auf Zeit. Ich lehne es aber ab, dass Deutschland lukratives Ziel fĂŒr WirtschaftsflĂŒchtlinge aus aller Welt ist.

SchĂ€ngel: Wie stehen Sie zu Straftaten im Zusammenhang mit FlĂŒchtlingen?

Oster: Null Toleranz bei Straftaten von FlĂŒchtlingen und gegen FlĂŒchtlinge. Wer hier lebt, hat unser Rechts und Wertesystem zu akzeptieren. Wer dies nicht tut, wird entsprechend verfolgt und bestraft. Da sind Polizei und Justiz gefordert. FĂŒr ein Höchstmaß an Innerer Sicherheit benötigen wir mehr Polizeibeamte, aber auch eine bessere AusrĂŒstung der Polizei. Allen Polizeibeamten gebĂŒhrt schon jetzt unser grĂ¶ĂŸter Respekt, sie leisten eine Knochenarbeit mit unzĂ€hligen Überstunden. Das geht auf Dauer nicht.

SchĂ€ngel: Konsequente Kontrolle, konsequente Abschiebung und mehr und besser ausgerĂŒstete Polizeibeamten gibt es nicht zum Nulltarif.

Oster: Ich sehe dazu aber keine Alternative.

Josef Oster (links) zeigte sich bei seinem Besuch im Medienhaus im GesprÀch mit Redaktionsleiter Ralf Helfenstein angetan von der neuen Aufmachung unserer Mittwoch- und Wochenend-Ausgaben.

SchĂ€ngel: Ihr zweites großes politisches Thema ist die Wirtschaftspolitik. Damit treten Sie gleich in die Fußstapfen ihres VorgĂ€ngers Michael Fuchs.

Oster: Ich werde die starke Wirtschaftspolitik von Michael Fuchs, der im September nicht mehr fĂŒr den Bundestag kandidiert, fortsetzen. Ich habe bereits einige intensive GesprĂ€che mit ihm gefĂŒhrt und werde mit Sicherheit noch viele fĂŒhren, damit ich tief mit allen Themen der Wirtschaft vertraut bin. Entscheidend ist fĂŒr mich aber der direkte Dialog mit den Unternehmensvertretern unserer Region, damit ich genau weiß, wo ihnen der Schuh drĂŒckt.

SchĂ€ngel: Sie stehen auch fĂŒr direkten Kontakt zu den Menschen. Wie stellen Sie sich das im Alltag vor?

Oster: Politik darf nicht abgehoben sein. Als Politiker habe ich die Interessen der Menschen aus meinem Wahlkreis zu vertreten. Ich werde deshalb nicht nur so oft es geht in meinem Wahlkreis unterwegs sein, sondern will auch einfach erreichbar sein. Über eine Anlaufstelle in Koblenz oder auch ĂŒber meine kĂŒnftigen Mitarbeiter in Berlin werde ich mich um die Anliegen kĂŒmmern. Darauf können sich die Menschen verlassen, das verspreche ich!

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Josef Oster (links) mit seinem scheidenden VorgĂ€nger Michael Fuchs, der viermal fĂŒr die CDU das Koblenzer Direktmandat fĂŒr den Deutschen Bundestag eroberte.

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