Oster: "Bürgerversicherung gefährdet Arbeitsplätze"

Foto Debeka web

Die Diskussion um eine Bürgerversicherung, wie sie von SPD, Grünen und Linken angeschoben wird, sorgt in der Ärzteschaft und bei privaten Krankenversicherungen für erhebliche Verunsicherungen und Sorgen. Die Befürchtung ist, dass nach der Bundestagswahl ein Linksbündnis das duale System mit gesetzlichen und privaten Krankversicherungen beendet und eine Bürgerversicherung für alle einführt. Beim größten Privatversicherer Deutschlands, der Debeka, für den am Hauptsitz in Koblenz 4.000 der insgesamt 16.000 Beschäftigen arbeiten, schrillen deshalb die Alarmglocken. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben berechtigte Angst um ihre Arbeitsplatze“, sagt der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Thomas Hein. Gemeinsam mit seinen Betriebsratskollegen hatte er deshalb den CDU-Bundestagsabgeordneten Josef Oster in das Unternehmen eingeladen.

Die Tatsache, dass der Vorsitzende der Vorstände der Debeka Versicherungen, Thomas Brahm, persönlich Josef Oster vor den Gesprächen mit den Betriebsräten begrüßte, macht deutlich, wie groß in dem Unternehmen, das für rund ein Drittel der Gewerbesteuereinnahmen für Koblenz steht, die Angst vor einem Linksbündnis in Berlin nach der Bundestagswahl ist. „Wir setzen auf Sie, weil wir wissen, dass Sie ein Verfechter des dualen Systems sind“, sagte Debeka-Chef Brahm.

Danach machten die Betriebsräte klar, dass die Angst der Belegschaft berechtigt ist. In Übereinstimmung mit der Unternehmensleitung hoffen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darauf, dass nach der bevorstehenden Bundestagswahl das Thema Bürgerversicherung nicht weiter verfolgt wird. „Es hängt vom Ausgang der Wahl ab“, sagte Oster. „Wenn wir die Mehrheit bekommen, können wir als CDU dies verhindern. Ich persönlich weiß, dass ohne eine starke CDU auf die rund 10.000 Beschäftigen des Bundeswehrstandortes Koblenz, denen der Debeka und unserer großen Mittelstandsunternehmen schwere und unsichere Zeiten zukommen“, sagte Josef Oster. Der drohende Kaufkraftverlust und die Auswirkungen auf die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt wurden in der Runde erörtert. Und über allem stand die Angst um die Arbeitsplätze. „Ich hoffe, die Wählerinnen und Wähler bedenken all dies bei ihrer Entscheidung“, hofft Josef Oster.

Copyright © 2017 Josef Oster. Alle Rechte vorbehalten.