"Ja" zur Notwendigkeit einer neuen Bahntrasse

Web Ferlemann

Der Arbeitskreis Bahnlärm Rhein-Mosel, ein Zusammenschluss von fünf Bürgerinitiativen gegen den Bahnlärm im Mittelrhein- und Moseltal, führte im Bundesverkehrsministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann ein konstruktives Gespräch zu weiteren Maßnahmen der Lärmreduzierung. Im Gespräch, das auf Initiative des Koblenzer CDU-Bundestagsabgeordneten Josef Oster zustande kam, betonte Ferlemann, dass eine neue Güterverkehrstrasse vor dem Hintergrund zunehmenden Schienenverkehrs für die Zukunft des Mittelrheintals unverzichtbar sei.

„Wir müssen langfristig das Mittelrheintal entlasten“, sagte Ferlemann. „Deshalb warten wir nicht und beginnen mit den Planungen.“
Als erste Stufe der Machbarkeitsstudie laufe derzeit, so Ferlemann, die Abstimmung mit den betroffenen Bundesländern über denkbare Routen einer Neubaustrecke. In einem nächsten Schritt sollen dann die konkreten Planungen zum Bau einer künftigen Bahntrasse beginnen. Ferlemann machte deutlich, dass bis zur Fertigstellung viel Zeit vergehen würde. Bis dahin müssten die beschlossenen Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt werden, damit das Leben für die Menschen erträglicher werde. Dazu gehöre auch, dass Verstöße gegen das beschlossene Verbot alter und zu lauter Güterwaggons geahndet würden. „Das werden wir auch konsequent machen“, machte der Parlamentarische Staatssekretär unmissverständlich klar.


Die Vertreter der Bürgerinitiativen waren angesichts der von ihnen nicht erwarteten Aussagen zugunsten einer neuen Güterverkehrstrasse und der weiteren konsequenten Anstrengungen zur Lärmreduzierung sehr zufrieden. „Wir setzen weiter auf Kooperation statt Konfrontation“, sagte Rolf Papen für den Arbeitskreis Bahnlärm Rhein-Mosel und bedankte sich herzlich für diese Gesprächsrunde im Ministerium.

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